Eine gelungene Premiere der Jülicher Sekundarschule

Jülicher Zeitung, 04. Oktober 2017

Jülich. „Wir haben eine tolle Schule“, sagte Schulleiterin Angelika Lafos und ließ sichtlich zufrieden den Blick über das Geschehen in den Fluren und im Foyer ihrer Schule schweifen. Eine Menge Menschen, Schüler, Lehrer, Eltern und interessierte Gäste waren der Einladung zum ersten Schulfest an der Jülicher Sekundarschule gefolgt. 

Ein Fest, das bewusst in diesem Jahr zum ersten Mal stattfand, erläutert die Leiterin: „Wir sind jetzt erst alleine im Gebäude und wir haben in diesem Jahr zum ersten Mal alle Jahrgänge voll.“

Die Idee zu einem Schulfest habe schon länger im Raum gestanden. Mit viel Engagement, umfangreicher Vorbereitung und zahlreichen Teilnehmern und fleißigen Helfern auch und vor allem aus den Reihen der Elternschaft hat die Sekundarschule ein umfangreiches Programm zusammengestellt.

In nahezu jedem Flur, jedem Raum fand sich ein Programmpunkt: Angefangen vom Orientierungslauf, bei dem es galt, innerhalb kürzester Zeit eine festgelegte Strecke zu laufen und sich gleichzeitig die Reihenfolge der abgelaufenen Bilder zu merken, hin zum Voltigieren, zum akrobatischen Turnen und zum Abenteuerparcours „Herr der Ringe“ reichte das sportliche Angebot. Wer seine ruhige Hand demonstrieren wollte, konnte seine Geschicklichkeit mit dem „heißen Draht“ unter Beweis stellen, während es gleich nebenan Mode aus Müll zu bewundern gab.

Ganz und gar alltagstauglich war ein Projekt, das an einer Flurecke auf sich aufmerksam machte: Eine Schülergruppe hatte ihren ganz persönlichen Reiseführer für Jülich zusammengestellt, inklusive der passenden Tipps für die beste Dönerbude. An anderer Stelle gab es Dekoratives wie Postkarten, die das Schulmotto „Vorweg mit Herz, Mut und Verstand“ im Bilde darstellten.

Sowohl die Postkarten als auch die am Nachbarstand angebotenen selbstgebastelten Traumfänger gingen weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln, freute sich Angelika Lafos: „Wir mussten schon Karten nachdrucken, und die Traumfänger müssen auch schon nachgebastelt werden.“

Kleiner Wermutstropfen an diesem Tag war das unfreundliche Regenwetter, das den zahlreichen Freiwilligen vor den Schultoren ein wenig die Schau vermasselte. Pfadfinder, freiwillige Feuerwehr, Malteser Hilfsdienst und Technisches Hilfswerk hatten ihre Stände, Lastwagen und Zelte mitgebracht in der Absicht, Werbung für ihren jeweiligen guten Zweck zu machen.

Doch zum Glück für die engagierten Ehrenamtlern ließen sich die Gäste auch von schlechten äußeren Bedingungen nicht davon abhalten, einen neugierigen Blick unter die Zelt- und Pavillondächer zu riskieren.