Jülicher Schulformel: Vier in eins

Stadt würdigt eine der größten Investitionen seit Jahrzehnten.

Jülicher Zeitung 26. Januar 2015 (von Daniela Mengel-Driefert)
Vier Jahre dauerten die Planungen, Sanierungs- und Umbauarbeiten, und der Betrieb läuft längst auf Hochtouren. Eine der größten Bau- und
Sanierungsmaßnahmen der Stadt, die auch eine logistische Herausforderung
gewesen ist, war der Stadt nun auch eine Eröffnungsfeier wert.
Das Schulzentrum Linnicher Straße erstrahlt in neuem Glanz. Bürgermeister Heinrich Stommel sprach bei der Feierstunde von einem „Schulgebäude, das neuesten Anforderungen gerecht wird“. Im PZ waren geladene Gäste, unter anderen der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesforschungs-ministeriums, Thomas Rachel, Bundestags- und Landtagsabgeordnete, Vertreter der Bezirksregierung, des Schulamtes, die Schulleiter und mehr.
Die Jülicher Schulformel lautet seit Sommer 2014: vier in eins.

Haupt-, Real-, Sekundar- und Musikschule befinden sich im sanierten Komplex. Auf dem Gelände steht bekanntlich zudem der Neubau der Katholischen Grundschule, also eine fünfte Jülicher Bildungseinrichtung.
Gebaut wurde das Zentrum 1976 nach den Plänen der Architekten Eller, Moser und Walter aus Düsseldorf. Den Planungsauftrag für die Grundsanierung erhielt die Arbeitsgemeinschaft arge d+s, ein Zusammenschluss von Architekten und Ingenieuren.
Die Umbaumaßnahmen fanden in drei Bauabschnitten statt. Im Rahmen der Sanierung sind nicht nur erhebliche energetische Maßnahmen, wie die Erneuerung der Heizung und der Fenster umgesetzt worden, sondern auch 210 Lichtkuppeln verbaut, 11.000 Quadratmeter Bodenbeläge, 225 Kilometer Elektrokabel verlegt, 350 Türanlagen eingebaut und 275 Heizkörper installiert worden.
Den Regelschulen stehen jetzt 50 Klassen-, Kurs- und Mehrzweckräume, vier EDV Räume, 17 Fachräume, eine Bücherei, Aula, Mensa, Dreifachsporthalle,
Verwaltungstrakte, Außentoiletten, Fahrradkeller, Aufzüge und Behinderten-WCs zur Verfügung. Die Kosten der Sanierungsmaßnahmen betrugen insgesamt fast 22,8 Millionen Euro. Die Umbauarbeiten wurden in den Sommerferien 2014 beendet.
Der anschließende Umzug der Sekundar,- Real,- und Musikschule stellte eine logistische Herausforderung dar. Denn: „Verpacken Sie mal eine komplette Schule in Umzugskartons!“, verdeutlichte Heinrich Stommel. Der Einzug glückte und fand pünktlich zu Beginn des Schuljahres statt. Die Gemein-schaftshauptschule ist im Gebäude geblieben.
Symbolischer Schlüssel
Im Rahmen der Feierlichkeiten übergaben die Architekten Hans Karl Schüssler und Bernd Uppenkamp den Schulleitern einen symbolischen Schlüssel. Die Schulband „The
Nutrocker“ mit Mitgliedern der drei Regelschulen, das Bläserensemble Canzona der Musikschule Jülich und Schülerinnen der Klasse 10c der Hauptschule, Jenny Jaoa und Sonja Ali, sorgten für die musikalische Begleitung, Schüler der Sekundarschule zeigten beeindruckende Tanzvorführungen und damit Einblicke in das Unterrichtsfach „Darstellen und Gestalten“ und der Tanz AG.